3. November 2009
Im dritten Quartal 2009 ist auf dem polnischen Arbeitsmarkt der Trend der flexiblen Vergüttungsmodelle stärker als bisher zu beobachten.
Im ersten Halbjahr 2009 ist die die Zahl derjenigen Unternehmen, die statt Festgehälter variable Vergütungsanteile anbieten, gewachsen. Je nach Erreichen der festgelegten Ziele, werden den Mitarbeitern erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile ausbezahlt.
Ein weiterer Trend: Es steigen die Löhne der qualifizierten Arbeiter (im ersten halbjahr 2009 um 11 %) im Gegensatz zu den Gehältern der Manager (Steigerung um 4,5 %) . Dies ist auf den Mangel der Fachkräfte zurückzuführen, den die Unternehmen mit hoch qualifizierten und somit teureren Fachmitarbeitern auszugleichen versuchen.
Die Zusatzleistungen wie medizinische Betreuung, Laptop, Dienstwagen samt Benzinpauschalen und Handys werden von den Unternehmen im Vergleich zu Anfang des Jahres häufiger gewährt. Im ersten Halbjahr 2009 lag der Anteil der Zusatzleistungen bei 24 %. Anfang 2009 waren es 15%. Immer mehr Interesse zeigen die Mitarbeiter für Sport- und Freizeitsangebote sowie Schulungen.
Laut Prognosen wird die Minimalvergütung in Polen im Jahr 2010 um
3 % auf 1.317,00 Zl steigen. Ingenieure, vor allem in den Branchen Verkehrsinfrastrukturbau, Umwelt und Telekommunikation werden weiterhin auf gut bezahlte Jobs zählen können. Auch Postgraduierte können mit 500,00 Zl mehr Lohn monatlich im Gegensatz zu ihren KollegInnen mit einfachem Studienabschluss rechnen.
Quelle: gtai, Gazeta Prawna
Schlagworte: Festgehalt, Trend, Variable Vergüttungsmodelle, Zusatzleistungen
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3. November 2009
Lediglich 0,5 % aller Beschäftigten in Polen sind in einem Zeitarbeitsverhältnis beschäftigt. Die meisten davon haben eine Grund-oder Berufsausbildung. 20 % der Zeitarbeiter haben Abitur, nur 15 % aller Beschäftigten in den Zeitarbeitsfirmen können einen Hochschulabschluss vorweisen. In der Regel sind es Baugewerbe, Call Center und Logistikunternehmen, die die Mitarbeiter auf Zeit einstellen.
Für die Mehrzahl der Polen spielt eine Langzeitbeschäftigung und nicht die Arbeit auf Zeit eine entscheidende Rolle, wenn es um die berufliche Planung geht. Die Motivation, in Zeitarbeitsunternehmen Arbeit zu suchen ist daher eher gering. Einige sehen jedoch in der Zeitarbeit eine Chance, in ein langfristiges Arbitsverhältnis zu wechseln.
Da es im Rahmen der Euro 2012 einen großen Bedarf an qualifizierten Arbeitern und Fachkräften gibt, wird die Zahl der Beschäftigten auf Zeit vermutlich stark ansteigen.
Quelle: Nowoczesna Firma, Work Express
Schlagworte: Euro 2012, Zeitarbeit
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29. Mai 2009
Obwohl Polen die globale Finanz- und Wirtschaftskrise im Vergleich zu den anderen ost- und westeuropäischen Ländern gut meistert, bleibt sie von dieser bei Weitem nicht verschont. Laut Schätzungen der polnischen Regierung, soll das Bruttoinlandprodukt (BIP) im Jahre 2009 nur um 1,5 bis zwei Prozent steigen. Die Arbeitsquote, die im Jahre 2008 bei 9,5 Prozent lag, könnte 2009 bei 12 Prozent liegen. Trotzt der Krise werden in Polen weiterhin Führungs- und Fachkräfte, vor allem Wirtschaftsingenieure und IT-Spezialisten gesucht, die Gehälter jedoch werden dieses Jahr nur um vier bis sechs Prozent erhöht. Viele Mitarbeiter müssen bereits mit Kürzungen bei Standardprämien sowie bis jetzt als „üblich“ angesehenen Zusatzleistungen (siehe: Artikel, Kategorie Arbeitsmarkt) rechnen.
Die Auswirkungen der Krise sind vor allem in der Chemieindustrie, den exportabhängigen Branchen wie Kfz, elektrische Haushaltsgeräte, Möbel und Elektronik zu verzeichnen. Ein Antikrisenpaket der Regierung im Volumen von umgerechnet 21 Mrd. Euro soll Polens Weg aus der Krise ebnen.
Es gibt jedoch Branchen, die sich trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation derzeit keine Sorgen machen. Dazu gehören, IT, Sicherheits- und Überwachungstechnik für Flug- und Seehäfen, sowie Abfall- und Energiewirtschaft. Auch die Bauinvestitionen für Schnellstraßen, Autobahnen, Schienennetz und Flughäfen nehmen zu. Für die Investitionen in der Umwelttechnik und Infrastruktur stehen Polen EU-Fördergelder zur Verfügung. Einer der wichtigsten Motoren für die Nachfrage bei den Überwachungs- und Sicherheitssystemen, ist die Fußball EM 2012.
Auch mit der geplanten Änderung des Sonderwirtschaftszonen-
gesetzes will die Regierung mehr innovative Firmen nach Polen locken. Für Unternehmen aus den Bereichen Kfz, Luftfahrt, Maschinenbau, Elektronik, Biotechnologie und erneuerbare Technologien soll es künftig Erleichterungen bezüglich der Beschäftigungsverpflichtungen, Grundstückauswahl und der Finanzierungen geben. Die Sonderwirtschaftszonen werden um 8.000 ha vergrößert. Für ausländische Investoren sind polnische Sonderwirtschaftszonen immer noch interessant: bei Einhaltung der EU Standards und Normen, fallen die Produktionskosten immer noch niedriger aus als in den anderen westeuropäischen Ländern .
Quellen: GUS, www.mswia.gov.pl; Gazeta Wyborcza, Germany Trade & Invest
Schlagworte: Investitionen in Polen 2009, Polnische Wirtschaft, Sonderwirtschaftszonen, Tendenzen in Polen 2009, Wirtschaft 2009
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26. Mai 2009
Wegen der hohen Fluktuation der polnischen Mitarbeiter sowie des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften gab es noch vor Kurzem eine Reihe an Zusatzleistungen, Prämien und Boni als bewährte Mittel der Mitarbeiterbindung.
Zu den Standards der Mitarbeiterbindung gehörten bis jetzt private Nutzung von Autos, Laptops und Handys sowie zinsgünstige Darlehen beim Kauf von Immobilien, in der Regel Wohnungen (in Polen auch bei junger Generation sehr begehrt). Aber auch Leistungen im Bereich der privaten Vorsorge, Möglichkeiten der vergünstigten Nutzung von Sportklubs, Studienfinanzierungen, Schulungen oder Stock Optionen dienten bis jetzt der Bindung der polnischen Mitarbeiter an die Unternehmen.
Seit Anfang des Jahres 2009 werden viele der bisher eingesetzten Zusatzleistungen von den Unternehmen mehr und mehr “überdacht”. Das privat genutzte Auto gehört in vielen Fällen nicht mehr zu den Standardmitteln der Mitarbeiterbindung. Auch bei privater Nutzung von Handys gibt es immer mehr Einschränkungen. Einige Unternehmen senken ebenso den Anteil der Grundbezüge am Gesamtgehalt und bauen erfolgsabhängige Prämien mit klar definierten Zielen in das System der Vergütung ein.
Schlagworte: Instrumente der Mitarbeiterbindung, Interkulturelle Kommunikation: Personal, Krise, Mitarbeiterbindung
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26. Mai 2009
Laut Umfrage der Universum Polska Sp.z.o.o., ein polnisches Employer Branding Unternehmen, durchgeführ zwischen November 2008 und Januar 2009 in Zusammenarbeit mit den polnischen Job-Agenturen und Universitäten, sehen 54 % der 15.000 befragten polnischen Studenten das wichtigste Auswahlkriterium für den zukünftigen Arbeitsplatz in der guten Bezahlung. Mit den höchsten Gehältern im ersten Arbeitsjahr (zur Zeit 3.100,00 PLN) rechnen die Studenten der Ingenieurwissenschaften und die zukünftigen IT Spezialisten.
Schlagworte: Gehalt, Interkulturelle Kommunikation: Young Professionals, Jobauswahlkriterium, Polnische Young Professionals, Umfrage 2009
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