In Polen wurden seit dem Jahr 2007 nur 52 von insgesamt 240 möglichen Kofinanzierungs – Projektvorhaben bei der Europäischen Kommission eingereicht. Eine Veränderung ist jedoch in Sicht:
Denn bis Ende 2009 sollen in Polen 55 neue Projekte der EU vorgelegt werden. Hinzu kommt: Mit Hilfe eines Gesetzespakets wird ab dem ersten Quartal 2010 das Verfahren zur Nutzung der EU-Mitteln vereinfacht werden.
Die EU stellt Polen von 2007 bis 2013 insgesamt rund 67,3 Mrd. Euro zur Verfügung. Der größte Teil, ca. 34 Mrd. Euro, soll für die Regionalentwicklung verwendet werden, 22 Mrd. Euro gehen in den Kohäsionsfond, 9,7 Mrd. Euro in den Sozialfonds und 1,3 Mrd. Euro können als Durchführungsreserve verwendet werden.
Im Rahmen des EU-Programms Infrastruktur und Umwelt stehen Polen knapp 28 Mrd. Euro zur Verfügung, die bis 2015 ausgegeben werden müssten. Zusätzlich steuert Polen 10 Mrd. Euro aus eigenen Mitteln bei.
Der größte Teil der EU kofinanzierten Projekte liegt im Bereich des Umweltschutzes. Dabei spielen die Wasserwirtschaft und die Abfallbehandlung eine wichtige Rolle. Ab Anfang 2011 müssen beispielsweise alle polnischen Städte mit über 100.000 Einwohnern ihre Abwässer klären. Ab 2015 gilt die Regelung auch für Orte mit 2.000 Einwohnern.
Quelle: Izba Gospodarcza Wodociagi Polskie, gtai, Gazeta Wyborcza, GUS