Archiv für die Kategorie „Wirtschaft“

Poznań und POLEKO

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Vom 24. bis 27. November 2009 fand  in Poznań die POLEKO, die größte internationale Messe für Umwelt, Ökologie und Energie in Mittel- und Osteuropa, statt.

900 Austeller aus  23 Ländern hatten die Möglichkeit, innovative Umwelttechnologien und –produkte zu präsentieren. Umweltinteressierte konnten zudem in unterschiedlichen Workshops, Seminaren und Konferenzen ihr Wissen vertiefen.

Der Fokus der Umweltmesse lag dieses Jahr auf Bereichen Recycling, Abwässer und Erneuerbaren Energien.

POLEKO ist Dank einem hohen Anteil an Fachpublikum, eine der wichtigsten Kontaktbörsen für die Umweltbranche.

55 neue Großprojekte im Bereich Umweltschutz

Dienstag, 3. November 2009

In Polen wurden seit dem Jahr 2007 nur 52 von insgesamt 240 möglichen Kofinanzierungs – Projektvorhaben bei der Europäischen Kommission eingereicht. Eine Veränderung ist jedoch in Sicht:
Denn bis Ende 2009 sollen in Polen 55 neue Projekte der EU vorgelegt werden. Hinzu kommt: Mit Hilfe eines Gesetzespakets wird ab dem ersten Quartal 2010 das Verfahren zur Nutzung der EU-Mitteln vereinfacht werden.

Die EU stellt Polen von 2007 bis 2013 insgesamt rund 67,3 Mrd. Euro zur Verfügung. Der größte Teil, ca. 34 Mrd. Euro, soll für die Regionalentwicklung verwendet werden, 22 Mrd. Euro gehen in den Kohäsionsfond, 9,7 Mrd. Euro in den Sozialfonds und 1,3 Mrd. Euro können als Durchführungsreserve verwendet werden.
Im Rahmen des EU-Programms Infrastruktur und Umwelt stehen Polen knapp 28 Mrd. Euro zur Verfügung, die bis 2015 ausgegeben werden müssten. Zusätzlich steuert Polen 10 Mrd. Euro aus eigenen Mitteln bei.

Der größte Teil der EU kofinanzierten Projekte liegt im Bereich des Umweltschutzes. Dabei spielen die Wasserwirtschaft und die Abfallbehandlung eine wichtige Rolle. Ab Anfang 2011 müssen beispielsweise alle polnischen Städte mit über 100.000 Einwohnern ihre Abwässer klären. Ab 2015 gilt die Regelung auch für Orte mit 2.000 Einwohnern.

Quelle: Izba Gospodarcza Wodociagi Polskie, gtai, Gazeta Wyborcza, GUS

Energie sparen und Brot backen: Der Markt für Haushaltsgeräte

Dienstag, 3. November 2009

Hersteller von Haushaltsgeräten erwarten nach dem ersten Halbjahr 2009 einen weiteren Verkaufszuwachs. Der Grund dafür ist zum einem die hohe Zahl der neuen Wohnungen, die in der Regel neu eingerichtet werden, zum anderen die Veränderung der Essgewohnheiten der PolInnen.

Gekauft werden vor allem die Großgeräte wie Kühlschränke, Geschirrspüler und Waschmaschinen. Die PolInnen interessieren sich dabei verstärkt für energiesparende Geräte.

Polen produziert und exportiert Großgeräte, die sogenannte Weiße Ware, oft mit Hilfe ausländischer Investoren. Zu den größten Marktführern in Innland gehören dabei Bosch-Siemens-Haushaltsgeräte mit 19,6%, Elektrolux mit 14,2%, Amica mit 12,8% und Indesit und Whirlpool mit jeweils 11%.

Der Trend geht ebenso in Richtung kleine Elektrohausgeräte, wie beispielsweise Toster, elektrische Grills, Kaffeemaschinen oder spezielle Öfen zum Backen von Brot.
Für das Jahr 2010 werden in dieser Sparte Verkaufszuwächse erwartet.

Quelle: GUS Statistisches Hauptamt, Euromonitor International, gtai.

Als einziges EU-Land: Polen schließt das Jahr 2009 mit einem 2,1prozentigen BIP-Wachstum

Dienstag, 3. November 2009

Polen ist laut eines am 3.11. veröffentlichten Berichts der Europäischen Union das einzige EU-Land , das das Jahr 2009 mit einem 1,2 prozentigen BIP-Wachstum abschließen wird.

Im Bericht der Europäischen Kommission wird die Lage der polnischen Wirtschaft als „Strong resilience in a difficult environment“ (Hohe Widerstandsfähigkeit unter schwierigen Bedingungen) beschrieben.

Polen wird von den EU-Volkswirten für die hohe wirtschaftliche Aktivität der heimischen Unternehmen gelobt. Anerkennung finden ebenso die relativ geringe Abhängigkeit von Importen und die gut entwickelte Inlandsnachfrage in Polen.

Quelle: Gazeta Prawna, Polnische Botschaft

Variable Vergüttungsmodelle statt Festgehälter?

Dienstag, 3. November 2009

Im dritten Quartal 2009 ist auf dem polnischen Arbeitsmarkt der Trend der flexiblen Vergüttungsmodelle stärker als bisher zu beobachten.
Im ersten Halbjahr 2009 ist die die Zahl derjenigen Unternehmen, die statt Festgehälter variable Vergütungsanteile anbieten, gewachsen. Je nach Erreichen der festgelegten Ziele, werden den Mitarbeitern erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile ausbezahlt.
Ein weiterer Trend: Es steigen die Löhne der qualifizierten Arbeiter (im ersten halbjahr 2009 um 11 %) im Gegensatz zu den Gehältern der Manager (Steigerung um 4,5 %) . Dies ist auf den Mangel der Fachkräfte zurückzuführen, den die Unternehmen mit hoch qualifizierten und somit teureren Fachmitarbeitern auszugleichen versuchen.

Die Zusatzleistungen wie medizinische Betreuung, Laptop, Dienstwagen samt Benzinpauschalen und Handys werden von den Unternehmen im Vergleich zu Anfang des Jahres häufiger gewährt. Im ersten Halbjahr 2009 lag der Anteil der Zusatzleistungen bei 24 %. Anfang 2009 waren es 15%. Immer mehr Interesse zeigen die Mitarbeiter für Sport- und Freizeitsangebote sowie Schulungen.

Laut Prognosen wird die Minimalvergütung in Polen im Jahr 2010 um
3 % auf 1.317,00 Zl steigen. Ingenieure, vor allem in den Branchen Verkehrsinfrastrukturbau, Umwelt und Telekommunikation werden weiterhin auf gut bezahlte Jobs zählen können. Auch Postgraduierte können mit 500,00 Zl mehr Lohn monatlich im Gegensatz zu ihren KollegInnen mit einfachem Studienabschluss rechnen.

Quelle: gtai, Gazeta Prawna