Archiv für die Kategorie „Interkulturelle Kommunikation“

Fördermittel und Servicezentren

Dienstag, 3. November 2009

Für viele inn- und ausländische Unternehmen sind die staatlichen Fördremittel in Polen oft Anreiz genug, in Outsourcing- und Shared-Service-Zenter zu investieren.

Vor allem Bereiche Finanzbuchhaltung und Humanressourcen-Management stehen für die Investoren aus dem Ausland im Fokus.
Neben der staatlichen Förderung wird als großer Vorteil auch das hohe Ausbildungsnivau der Mitarbeiter angesehen. In der Regel sind es nämlich Absolventen von renommierten Hochschulen (Studienrichtungen Finanzen und Betriebswirtschaft), die in den Outsourcing- und Shared-Service-Zentren arbeiten.

Leider lässt die staatliche Förderung in Sachen Mitfinanzierung der Service Zentern oft lange auf sich warten. Bei der Vergabe der Förderung sind zwei Aspekte wichtig: die Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze sowie die Höhe der Investitionen. Aber auch der Standort, an dem ein Service Zentrum entstehen soll, wird von den polnischen Behörden als wichtige Entscheidungsgrundlage angesehen. Dabei werden Standorte mit hoher Arbeitslosenquote bevorzugt.

Variable Vergüttungsmodelle statt Festgehälter?

Dienstag, 3. November 2009

Im dritten Quartal 2009 ist auf dem polnischen Arbeitsmarkt der Trend der flexiblen Vergüttungsmodelle stärker als bisher zu beobachten.
Im ersten Halbjahr 2009 ist die die Zahl derjenigen Unternehmen, die statt Festgehälter variable Vergütungsanteile anbieten, gewachsen. Je nach Erreichen der festgelegten Ziele, werden den Mitarbeitern erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile ausbezahlt.
Ein weiterer Trend: Es steigen die Löhne der qualifizierten Arbeiter (im ersten halbjahr 2009 um 11 %) im Gegensatz zu den Gehältern der Manager (Steigerung um 4,5 %) . Dies ist auf den Mangel der Fachkräfte zurückzuführen, den die Unternehmen mit hoch qualifizierten und somit teureren Fachmitarbeitern auszugleichen versuchen.

Die Zusatzleistungen wie medizinische Betreuung, Laptop, Dienstwagen samt Benzinpauschalen und Handys werden von den Unternehmen im Vergleich zu Anfang des Jahres häufiger gewährt. Im ersten Halbjahr 2009 lag der Anteil der Zusatzleistungen bei 24 %. Anfang 2009 waren es 15%. Immer mehr Interesse zeigen die Mitarbeiter für Sport- und Freizeitsangebote sowie Schulungen.

Laut Prognosen wird die Minimalvergütung in Polen im Jahr 2010 um
3 % auf 1.317,00 Zl steigen. Ingenieure, vor allem in den Branchen Verkehrsinfrastrukturbau, Umwelt und Telekommunikation werden weiterhin auf gut bezahlte Jobs zählen können. Auch Postgraduierte können mit 500,00 Zl mehr Lohn monatlich im Gegensatz zu ihren KollegInnen mit einfachem Studienabschluss rechnen.

Quelle: gtai, Gazeta Prawna

Was wird gestrichen? Instrumente der Mitarbeiterbindung in der Krise

Dienstag, 26. Mai 2009

Wegen der hohen Fluktuation der polnischen Mitarbeiter sowie des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften gab es noch vor Kurzem eine Reihe an Zusatzleistungen, Prämien und Boni als bewährte Mittel der Mitarbeiterbindung.
Zu den Standards der Mitarbeiterbindung gehörten bis jetzt private Nutzung von Autos, Laptops und Handys sowie zinsgünstige Darlehen beim Kauf von Immobilien, in der Regel Wohnungen (in Polen auch bei junger Generation sehr begehrt). Aber auch Leistungen im Bereich der privaten Vorsorge, Möglichkeiten der vergünstigten Nutzung von Sportklubs, Studienfinanzierungen, Schulungen oder Stock Optionen dienten bis jetzt der Bindung der polnischen Mitarbeiter an die Unternehmen.
Seit Anfang des Jahres 2009 werden viele der bisher eingesetzten Zusatzleistungen von den Unternehmen mehr und mehr “überdacht”. Das privat genutzte Auto gehört in vielen Fällen nicht mehr zu den Standardmitteln der Mitarbeiterbindung. Auch bei privater Nutzung von Handys gibt es immer mehr Einschränkungen. Einige Unternehmen senken ebenso den Anteil der Grundbezüge am Gesamtgehalt und bauen erfolgsabhängige Prämien mit klar definierten Zielen in das System der Vergütung ein.